VoltH2 beginnt mit der Entwicklung eines Standortes für grünen Wasserstoff in Delfzijl

2. Juni 2022 // Nachrichten

Delfzijl/Bergen-op-Zoom, 2. Juni 2022 – VoltH2, der Entwickler von grünem Wasserstoff beginnt mit einem dritten Standort, dieses Mal in Delfzijl. Mit seiner grünen Wasserstofffabrik von 50 MW wird VoltH2 den Wasserstoffcluster von Groningen Seaports weiter verstärken und zur notwendigen Beschleunigung des Energieübergangs der Industrie in Ost-Groningen beitragen.

VoltH2 setzt seine Expansion auf dem niederländischen Wasserstoffmarkt fort. Nach zwei Wasserstofffabriken in Zeeland wird jetzt ein erster und wesentlicher Schritt für einen Standort im äußersten Norden des Landes gesetzt. VoltH2 und Groningen Seaports schlossen ein Übereinkommen für die Nutzung eines drei Hektar großen Geländes ab. 

Großer Wasserstoffbedarf

Groningen Seaports profiliert sich mit unterschiedlichen grünen Wasserstoffprojekten als einer der niederländischen Wasserstoffhubs. Die ersten Gespräche mit VoltH2 wurden im November 2021 geführt. André Jurres, Managing Director von VoltH2, erläutert: „Wir erkunden den gesamten europäischen Markt und haben selbst den ersten Schritt gesetzt. Es ist sehr schnell gegangen, unter anderem dank der proaktiven Haltung von Groningen Seaports. Wir verfügen jetzt über ein Gelände in Delfzijl, an der Außenseite des Hafens. Der Standort ist logistisch sehr interessant: wir befinden uns in der Nähe einer Ausfallstraße, mit einer Hochspannungsstation von TeNNeT auf der einen Seite und einer Wasserkläranlage, die langfristig eines unserer Nebenprodukte – Sauerstoff – abnehmen kann, auf der anderen Seite. Im Hafen und in seiner Umgebung gibt es zahlreiche Unternehmen mit einem hohen Wasserstoffbedarf.“

Samenwerkende Bedrijven Eemsdelta (SBE), das rund hundert Unternehmen umfasst, begrüßt die Produktion von grünem Wasserstoff. Die Industrie nutzt den Wasserstoff als regenerativen Grundstoff. Die lokale Produktion hilft bestehenden Unternehmen bei der Steigerung ihrer Nachhaltigkeit und macht die Region für neue Unternehmen attraktiv. 

Dasselbe hört man vom IndustrieCluster Ost-Groningen, der sieben Produktionsbetriebe in der Region Veendam vereinigt. Langfristig ist ein Anschluss an die Hauptleitung von Hynetwork Services erwünscht, dem Wasserstoffinfrastruktur-Zweig von Gasunie. 

Die CO₂-Emissionen könnten bereits früher reduziert werden, indem man grünen Wasserstoff mit Erdgas vermischt, beispielsweise für Wärmeprozesse dieser Produktionsbetriebe. Darüber hinaus denken wir auch an direkte Lieferungen über eine Pipeline zwischen VoltH2 und dem Industriecluster Ost-Groningen.

80 bis 100 Millionen

Die Anlage wird mittels Elektrolyse grünen Wasserstoff produzieren und wird dabei grünen Strom aus Windenergie nutzen. Aber bevor es so weit ist, liegt natürlich noch ein langer Weg vor uns. André Jurres erläutert: „Nachdem nunmehr der Standort gesichert ist, sind wir dabei, den Genehmigungsantrag vorzubereiten. Groningen Seaports hat alle betroffenen Parteien zu einem Umgebungsdialog eingeladen. Der Genehmigungsantrag selbst ist für Ende 2022 vorgesehen. Diese Fabrik erfordert eine Investition von 80 bis 100 Millionen Euro, wobei wir die Finanzierung gerne bis Mitte 2023 auf die Beine stellen möchten. Wenn alles plangemäß verläuft, werden wir 2024 mit dem Bau beginnen.“